Günstiger(er) Camper auf T5.2-Bullibasis.

Aktuell kosten neue Camper auf Basis des T6.1 schnell sechsstellig. Doch wie geht es eigentlich deutlich günstiger? Wie bleibst du -sagen wir mal- unter 20.000 Euro für einen Bus, mit dem du Campingtouren unternehmen kannst? Er soll (zumindest einigermaßen) gut aussehen, fließend Wasser ermöglichen, isoliert sein und einen Kühlschrank sowie ein Bett beinhalten. Eine Standheizung wäre auch gut, aber kein Muss. 

 

Wie macht man das? Hier ein Beispiel anhand eines T5.2 Busses, den sich der Frank, ein lieber Freund, im November 2023 gekauft hat. Dieser Erfahrungsbericht wird permanent fortgeschrieben. Wir starten (unten) im November 2023. Neuere Beiträge setzten sich nach oben fort, so dass du beim Aufruf dieser Seite immer gleich das Neueste sehen kannst. Ein spannendes Projekt! Viel Spaß dabei! 💪.

 

PS: Ganz herzlichen Dank an Frank, der hier einer transparenten Veröffentlichung seiner Daten zustimmt! Sogar inklusive Preise und Fotos vom Prozess! Davon profitieren alle anderen. So geht das in der Bulliszene!  🙋‍♂️. Hinweis: Wartungskosten wie ein Ölwechsel, werden nicht in der Kostenaufstellung aufgenommen, weil sie laufend sind, genauso wie Versicherungkosten und die KFZ-Steuer. Alle Angaben ohne Gewähr!


Zu Beginn hier -stets fortlaufend ergänzt- die bisher entstandenen Kosten:

Ausgabe für: Kosten in Euro, gerundet:
Bus 12.800
Zulassung und Kennzeichen 99
Ersatzteil (selbst verbaut): Wischerblätter. 35
Ersatzteil (selbst verbaut): Luftfilter 20
Ersatzteil (selbst verbaut): Alubutyl 40
Ersatzteil (selbst verbaut): Armaflex 74
Ersatzteil (selbst verbaut): Dichtung Flügeltüren 45
Ersatzteil (selbst verbaut): Kleinmaterial  2
Werkstatteinbau (Erstausrüsterqualität der Ersatzteile): Bremsscheiben und -beläge vorne, Koppelstangen vorne, Bremse hinten zerlegt und gesäubert. Inklusive Arbeitslohn. 580
Scheiben Flügeltüren und für Schiebetür inkl. Einbau in einer Werkstatt und Nebenkosten, wie Kleber. 628
Innenspiegel 10
Filz, gesteppter Alcantarastoff, zwei Dosen Sprühkleber 96
Radkappen 40
Selbstklebender Filz 30
Schlüssel 40
Clickvinyl 100
Aludämmung 30
Lichtschalter, Steckdosen, Kabel, Eingangssteckdose, FI, Sicherung 93
Kederschiene und Kleinteile 29,90
Bett von Hornbach inkl. Kleinteile und Lasur 690
Gesamt bis zum 24.05.2024: 15.481,90


24.05.2024 Klimaanlage neu befüllt, Filter ersetzt. 

Nach vielen Jahren musste mal wieder die Klimaanlage neu befüllt werden, denn auf der letzten Fahrt bei warmem Wetter kühlte sie kaum noch. Jetzt klappt es wieder so, wie es soll!

Weitere Wartungsarbeiten schließen sich fortlaufend an, wie z. B. der Luftfilterwechsel.

Wartungskosten wie diese hier werden nicht in der obigen Kostenaufstellung aufgenommen, weil sie laufend sind, genauso wie Versicherungkosten und die KFZ-Steuer.

 


22.05.2024 Der erste Kurzurlaub!

Frank: Pünktlich zum Start in die warme Campingzeit habe ich den Bulli für die ersten Übernachtungen nutzen können. Das inzwischen angeschaffte Campingequipment kam nun auch dementsprechend erstmals zum Einsatz. Als Camper bin ich nicht unerfahren: Früher oft mit Zelt, oder mit gemieteten Wohnmobil/Wohnwagen, wusste ich, was ich wollte und brauchte. Zudem habe ich bei meiner ersten Tour perfektes Wetter erwischt, um erstmals in meinem neuen Zuhause schlafen zu können, und das gelang extrem gut🤘.

 

Gerade auf einer so entspannten Tour fällt einem immer wieder etwas ein, was man verbessern oder weglassen könnte. Im Großen und Ganzen hat es aber jetzt schon ordentlich gepasst. Auch der Ersteller dieser Website Oliver Wozny hat mir einen Besuch abgestattet und wir hatten eine wundervolle Zeit zur Premiere in mein Bulliglück 😃.


22.05.2024 Kederschiene für das neue Sonnensegel.

Frank: Auf der Suche im Netz nach einer Kederschiene bin ich auf eine Firma für Aluminiumprodukte gestoßen. Diese hat eine Kederschiene auf Maß geschnitten und für 14,40 Euro verkauft. Zudem habe ich mir EPDM-Dichtungsband besorgt für 15,50 Euro, welches ich auf die Kederschiene zur Abdichtung und zum Lackschutz geklebt habe. Die vier Löcher zur Befestigung mit den Originalschrauben habe ich selbst gebohrt. Das Sonnensegel war ein Geschenk und passt nun wunderbar an den Bulli. Also für wenig Geld eine schöne Lösung.

22.05.2024 Bettenbau.

Bei Frank wird es wieder spannend, denn sein Bett ist geliefert worden. Er entschied sich für das Hornbach-Bett. Preiswert und gut, so sein Urteil. Hier sein Bericht: Das Bett von Hornbach -Modell Erik- wurde mir auf einer Palette geliefert. Dazu gab es eine Bauanleitung und noch als Geschenk ein Kissenbezug.

 

Ich habe das Bett noch geschliffen, weil einige Kanten nicht richtig glatt waren. Das ist aber produktionsbedingt. Danach habe ich es lasiert, um die Holzstruktur zu erhalten. Der Zusammenbau erfolgte im Garten und war auch allein machbar, wenn auch mit etwas ungewöhnlichen Hilfsmittel (siehe Bierkiste). Danach wurde das Bett einfach in den Bulli gestellt und es passte sofort. Hier war eine zweite Person hilfreich. Ich habe es nach meinen eigenen Vorstellungen mehrfach im Fahrzeug befestigt. Vor dem Einbau habe ich es noch mit selbstklebendem Moosgummi an der Bettunterseite gegen Klappergeräusche versehen. Das ist mein persönlicher Tipp, denn so verursacht das Bett während der Fahrt keine Geräusche.

 

Den ersten Kurzurlaub habe ich damit bereits genossen. Es schlief sich bestens!


17.04.2024 Elektrik.

Frank erstellte sich einen 230V Stromzugang hinten links in der Stoßstange. Dabei musste er kein Loch in das Blech bohren. Ein neuer Zugang durch die Stoßstange reichte aus. Bereits vorhandene Kabeldurchführungen, die bis in den Innenraum reichten, konnte Frank dafür nutzen. Das umzusetzen, war doch sehr mühsam, berichtete er. Ein Kumpel half ihm anschließend bei der Montage des FI und der Steckdosen (eine hinten links mit Schalter und zwei vorne links, hinter dem Fahrersitz). Vorher hat er sich natürlich überlegt, wo die Möbel platziert werden sollen. Auf jeden Fall sitzen die Steckdosen richtig. Neues zum Möbeleinbau folgt.


30.03.2024 Boden raus. Dämmung fertig!

Weiter geht es! Frank berichtet ganz aktuell:

Nachdem ich die Ladekantenverkleidung abgeschraubt hatte, ahnte ich schon, welcher Dreck sich unter der Bodenplatte befinden muss: Da sah ich dann, dass es ein Fahrzeug einer Schreinerei war und sich dort jede Menge Sägemehl befand, welches auch schon durch Feuchtigkeit an der Karosserie klebte. Also einmal alles raus.

 

Da der Boden nicht nur verschraubt, sondern auch an einigen Stellen verklebt war, habe ich mit langen Brettern und einem Gummihammer die Bodenplatte von dem Bodenblech gelöst. Anschließend dann mit Bürste und Staubsauger das Sägemehl entfernt dann noch durchgeputzt.

 

Es hat sich mehr als gelohnt und es ist ein gutes Gefühl, dass Bodenblech mal nach Rostschäden absuchen zu können. Es schaut aber gut aus. Nur an vereinzelten Stellen war etwas Oberflächenrost zu sehen, welchen ich mit Rostumwandler behandelt habe. Der Boden ist nun fertig. Die Bodenplatte ist zudem von unten gedämmt.


24.03.2024 Verkleidung fertig/Stromzufuhr im Wohnraum.

Frank hat sich schon überlegt, wie der Ausbau platziert wird (Dazu später mehr). Auf jeden Fall können links, wie abgebildet, zwei Steckdosen platziert werden. Daneben ist Platz für ein Handy oder Kleinkram.

 

Die Verkleidung ist derweil bereits geschafft! Es sieht sehr gemütlich aus. Kaum zu glauben, dass dies mal ein nackter Transporter war. Die Bilder zeigen hier mal den aktuellen Stand.


04.03.2024+ 13.03.2024: Radkappen, Schlüssel, Verkleidung.

Gebrauchte Radkappen fehlten noch. Frank fand sie im Internet in den Kleinanzeigen. Selbstklebender Filz (er ist dazu umgeschwenkt) lässt sich nämlich bestens verarbeiten und wurde deshalb erste Wahl. Der Schlüssel war zudem defekt, so dass in einem top Schlüsseldienst im Ruhr Park Bochum ein neuer erstellt worden ist. Ergo: Es geht voran 💪.

 

Neu dazu: Auch die Verkleidung für die rechte Seite ist fertig. Es wird immer professioneller!


06.02.2024: Jetzt wird gedämmt und verschönert.

Nach den bisherigen Arbeiten wird es jetzt "ruhiger" und schöner: Diesen wunderbaren gesteppten Stoff aus Alcantara hat sich der Frank gekauft. Er ist bereits dabei, ihn in dem Bus zu verarbeiten. Er sieht gut aus und dämmt. Ein Radhaus hat er zusätzlich auch schon verfilzt. Sieht sehr professionell aus und dämmt ebenso. Es dämpft vielleicht auch Geräusche.

 

Der Frank, der kann richtig was 💪. Sieht richtig gut aus! Bin schon ganz gespannt, wie es aussieht, wenn sämtliche alte Flächen/Verkleidungen bearbeitet worden sind. Wir werden weiter berichten🙋‍♂️.


26.01.2024: Der Innenspiegel kommt.

Nachdem die Trennwand entfernt wurde, musste ein Innenspiegel her. Er ließ sich gut an die eh vorhandene Vorrichtung befestigen. Jetzt klappt es auch mit dem Rückwärtsgucken:-)


12.01.2024: Scheibeneinbau.

Es ist vollbracht! Eine bereits gut bekannte Werkstatt hat in der Schiebetür und in den Flügeltüren die Scheiben eingebaut. Hier abgebildet noch mit Klebestreifen zur Stabilisierung direkt nach dem Einbau. Nach einem Tag konnten sie entfernt werden.


02.01.2023: Klebeaktion, Scheibeneinbau.

Wenn der Sohn dem Vater eine Freude macht... Und so erhielt Frank graue Streifen für die Seiten und das Heck des T5 Busses. Auch die Scheiben für die Flügeltüren und die Schiebetür sind gekommen. Der Einbau folgt in Kürze.


02.12.2023: Los geht's! Erste Arbeiten im Dezember 2023.

Nachdem der Kauf abgeschlossen wurde, ging es los: Ich war gar nicht mehr zu halten und hatte gleich viele erste Schritte auf dem Plan: Trennwand raus, Dichtungen teilweise erneuern, in die Radhäuser schauen, Motor auf Wartungszustand hin checken, Prüfung des Rostes am Unterboden, Winterfelgen aufarbeiten, Koppelstange erneuern, Start der Dämmung u.v.m. Aber schaue dir doch einfach die Kommentare unter den jeweiligen Bildern an:


Der Start im November 2023.

Frank: Schon lange hegte ich den Wunsch mir einen VW-Bus zu kaufen und sammelte dazu zunächst erst einmal alle Informationen, die ich kriegen konnte. Da es ein Zweitwagen werden sollte, fiel meine Wahl auf einen Gebrauchten. Der T5.2 sprach mich optisch an und schien mir auch ausgereift genug zu sein. Auch preislich erschien mir der Bus in Relation zum Alter aktuell recht preiswert zu sein. Ich schaute mich mehrere Monate immer wieder mal im Netz um und stöberte nach passenden Angeboten. Auch in meinem Umfeld hörte ich mich um, denn gerade hier kann man ja hier und da mal etwas Passendes finden. 

 

An Ausstattungsdetails waren für mich wichtig:

  • eine Klimaanlage,
  • eine Anhängerkupplung,
  • der kurze Radstand und
  • mindestens 105 PS.

Nach einigen Besichtigungen von (meistens ziemlich beschädigten) weißen Kastenwagen und sogar einem silbernen, ausrangierten Bestatterfahrzeug, fand ich dann den besagten schwarzen T5.2 über mobile.de. Hier passten Zustand, Preis und auch die Entfernung (rund 150km) so gut, dass es der Bus sein sollte. 

 

Als Kirsche auf der Sahne hatte der Bus sogar den kleinen (zuverlässigen) Turbomotor mit 140 PS und eine Automatik (DSG). Der Bus kam aus Schweden und wurde dort von einer Schreinerei genutzt. Er hatte dabei lediglich rund 178.000 km auf der Uhr gesammelt. Bis ins Jahr 2020 hinein wurde er dort von Volkswagen Stockholm gewartet. Für die Zeit danach ist leider keine Dokumentation mehr vorhanden, da das Serviceheft fehlt.

 

Ich habe den Bus dann in Deutschland erstmals zugelassen, was keine Schwierigkeiten bereitete: Die schwedischen Papiere, welche unserer Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 ähneln, und die EG-Übereinstimmungsbescheinigung sowie die üblichen Zulassungsunterlagen, reichten aus. AM 16.11.2023 war es dann soweit: Mithilfe vom Betreiber dieser Website (Oliver Wozny) habe ich den Bus abgeholt! Ein toller Tag!

 

Der Bus hatte einige Kratzer, welche jedoch schon lackiert waren als ich zur ersten Besichtigung beim Händler war. Gut: Er hatte Fotos von dem Zustand vor der Teillackierung. Schon bei der Probefahrt ist mir das Bedienteil für eine Standheizung aufgefallen, allerdings hatte der Händler keine Standheizung erwähnt. Dies hatte er offensichtlich übersehen.

 

Nun kann ich mich über einen gut ausgestatteten Transporter freuen. Neben der von mir entdeckten Standheizung hat er: Sitzheizung, Komfortfahrersitz, Klimaanlage, Mulifunktionslederlenkrad, Navigation, elektrische Fensterheber und Spiegel, Zentralverriegelung, Sommerräder auf Alu und Winterräder auf Stahl.

 

Wie ich finde, ist es eine gute Basis für mein Vorhaben, mir einen Campervan mit einem kleineren Budget zu bauen. So haben die Umbauarbeiten bereits begonnen und ich beschäftige mich ab jetzt mit der Dämmung sowie kleineren Verbesserungen. Bis zum Frühjahr soll dann mein Bus für den ersten Campingausflug bereit sein. Hier ein paar Impressionen vom Kauf: