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Von Dampfloks und Verbrennungsmotoren

Wiederholt sich die Geschichte? Von Dampfloks und Verbrennungsmotoren 🚂 ⚡️🚗

Manchmal stolpert man im Museum über Geschichten, die sich anfühlen, als stünden sie in der heutigen Tageszeitung. Beim Besuch im Eisenbahnmuseum stand ich vor dieser Infotafel zur Dampflokomotive 66 002 aus dem Jahre 1955. Die Überschrift: „Die Lok, die niemand brauchte.“

 

Die Geschichte dahinter ist faszinierend: Technisch gehörte diese Maschine zum absolut Besten, was der Dampflokbau jemals hervorgebracht hatte. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Das Problem? Schon bei der Bestellung war klar, dass die Zukunft elektrisch oder dieselbetrieben ist. Es wurden nur zwei Stück gebaut, nach zwölf Jahren wanderten sie aufs Abstellgleis. Man hatte eine brillante Technologie entwickelt, doch völlig an der Zukunft und am Bedarf vorbei.

 

Kommt uns das nicht bekannt vor? 🤔

 

Wenn ich mir die aktuelle Automobilindustrie anschaue, drängt sich mir ein massives Déjà-vu auf. Wir bauen heute die wohl effizientesten, saubersten und komplexesten Verbrennungsmotoren aller Zeiten. Gleichzeitig sind Elektroautos unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Die ständigen Debatten um das vermeintliche „Verbrenner-Aus“ – das ja eigentlich nie ein echtes Technologie-Verbot war, sondern schlicht die klare Vorgabe zur CO2-Neutralität – zeigen, wie schwer wir uns tun, eine geliebte und beherrschte Technologie loszulassen. Ich auch. Es wirkt, als würden wir krampfhaft versuchen, das Rad der Zeit zurückzudrehen oder zumindest anzuhalten.

 

Sind die High-End-Verbrenner von heute die „Baureihe 66“ von morgen? Ein letztes, brillantes Aufbäumen einer Technologie, die ihren Zenit eigentlich schon überschritten hat? Was meint ihr dazu? Klammern wir uns zu sehr an das, was wir kennen, statt die Energie voll in das zu stecken, was wir (und das Klima) in Zukunft brauchen? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇

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