Bulli-Days in Bad Gandersheim (bis 2024 am Edersee).
Das ursprünglich aus der T4-Szene entstandene Treffen am ersten Mai-Wochenende hat sich schon seit Längerem zu einer festen Größe entwickelt: Mittlerweile rund 400 Busse verwandeln den Platz jedes Jahr in ein buntes Bulli-Meer. Ich selbst bin seit 2012 Teil dieser Bulli-Days-Gemeinschaft. Komm mit auf eine kleine Zeitreise durch Bilder und Berichte aus den vergangenen Jahren!
Unser diesjähriges Bulli-Wochenende auf dem Campingplatz Regenbogen in Bad Gandersheim startete für Frühangereiste am Donnerstag, den 7. Mai, jedenfalls mit einer ordentlichen Portion „norddeutscher Härte“. Während viele der rund 400 Busse bereits anrollten, meinte es der Wettergott noch nicht allzu gut mit uns: Regen und Temperaturen, die eher nach Winterjacke als nach Campingstuhl riefen, machten am Donnerstag noch wenig Spaß. Aber wer einen Bulli fährt, der lässt sich von ein paar Tropfen und Eiszapfen nicht die Laune verderben!
Ein Platz mit Potenzial und Raum
Der Umzug vom Edersee hat sich bewährt. Waren wir am Campingplatz Teichmann noch auf etwa 350 Stellplätze begrenzt, konnte der Regenbogen-Platz dieses Jahr zeigen, was in ihm steckt. Mit 400 Bussen war das Treffen restlos ausverkauft – eine beeindruckende Steigerung zum Vorjahr! Die Weitläufigkeit des Geländes sorgte dafür, dass trotz der Rekordbeteiligung jeder ein schönes Plätzchen fand. Zudem liegt der Platz sehr ruhig.
Gelernt aus dem Vorjahr: Komfort-Upgrade
Ein großes Lob muss man den Organisatoren für die Umsetzung der Kritik aus dem letzten Jahr aussprechen. Damals gab es Engpässe bei den sanitären Anlagen, da die Toiletten fest in die Duschräume integriert waren: War jemand am Duschen, ging gar nichts mehr. Dieses Jahr wurde reagiert: Die Veranstalter haben zusätzliche Toilettenwagen organisiert, die sogar mit warmem Wasser ausgestattet waren. Das hat die Situation extrem entspannt und zeigt, dass hier wirklich zugehört wird.
Von Eisblumen zum Badeteich
Das Wetter bot uns dieses Mal die gesamte Palette. Nach dem nassen Donnerstag blieb es von Freitag bis Sonntag trocken, aber der Freitag startete noch sehr kühl. Am Samstag wurde es dann deutlich erträglicher. Als für etwa eine Stunde die Sonne so richtig herauskam, gab es kein Halten mehr: Der Badeteich wurde gestürmt! Es war toll zu sehen, wie viele sich tatsächlich ins Wasser wagten, sobald sich die ersten warmen Strahlen zeigten. Der Sonntag setzte dem Ganzen die Krone auf: Er war richtig warm und sorgte für einen herrlich entspannten Ausklang. Niemand hatte es eilig, viele ließen sich ganz viel Zeit mit dem Einpacken und genossen die Sonne bis zum Schluss.
Herzblut statt Kommerz
Was dieses Treffen so besonders macht, ist das spürbare Engagement. Die Organisatoren haben alles gegeben und das Motto „Wenn ihr zufrieden seid, sind wir es auch“ wirklich gelebt. Dass ein solch großes Event für nur 59 Euro pro Fahrzeug möglich ist, unterstreicht die Philosophie der Bulli-Szene: Hier geht es um das Miteinander und die Leidenschaft, nicht um finanziellen Profit. Aber ich finde, die Organisatoren sollten schon darauf achten, dass sie keinen Verlust machen. Selbst wenn das Treffen beispielsweise fünf Euro teurer wäre, würde es immer noch zu den günstigsten gehören. Ein Teilemarkt, Ess- und Trink-Stände, ein Brötchenservice, Musik vom "Teilegott" sowie die bekannte Bulli-Bar rundeten das Angebot ab.
Ein kleiner "grüner" Wunsch
Wenn wir eine Sache auf den Wunschzettel für das nächste Mal schreiben dürften, dann wäre es ein Termin mit dem Rasenmäher. Liebe Betreiber vom Campingplatz Regenbogen: Bitte einmal den Rasen mähen, bevor die große Anreise ansteht! Das Gras stand dieses Jahr sehr hoch, und so schön der Löwenzahn und die Pusteblumen auch anzusehen waren: Für das Campieren wäre ein kurzer Schnitt deutlich praktischer gewesen.
Fazit
Bad Gandersheim hat sich für das Treffen als Standort etabliert. Mit mehr Bussen als je zuvor, erweiterten Sanitäranlagen, einer tollen Location und einer klasse Stimmung war es ein rundum gelungenes Wochenende. Mir persönlich gefällt das Treffen jetzt sogar noch besser als früher. Wir freuen uns aufs nächste Mal 🤩. Das könnte dann vielleicht der 07.-09. Mai 2027 sein (?), wobei....da fällt mit gerade auf, dass am Mittwoch, den 06. Mai Christi Himmelfahrt ist! Das hieße ja, das Treffen könnte sich für viele verlängern. Wäre top!
Bulli-Days am Edersee 2024. Final Edition (und was danach
kommt).
1. Wehmut.
Ein Hauch von Wehmut lag über dem Bulli Days-Treffen, denn es fand in dieser Form zum letzten Male statt. Doch am Tage nach dem Treffen ergaben sich neue Entwicklungen. Doch dazu komme ich gleich.
Ursprünglich aus der T4 Szene entstanden, haben sich hier jedes Jahr auf dem Campingplatz Teichmann rund 350 Busse versammelt. Von T1 bis T6.1 war auch in diesem Jahr alles dabei. Als letztens online der Kartenverkauf startete, waren sämtliche 350 Karten innerhalb von acht (!) Minuten verkauft. Das war bisher beispiellos. Wahrscheinlich wollten besonders viele Bullifahrer bei diesem letzten Treffen dabei sein.
2. Wetter.
Wie fast jedes Jahr gab es nach einem heißen 01. Mai (Maikäfertreffen) ein sehr wechselhaftes anschließendes Wochenendwetter bei den Bulli Days, wobei man bei großer Hitze am Donnerstag tagsüber sogar noch schwimmen konnte, doch das traute sich kaum einer (Der Autor schon:-). Abends gab es dann ein heftiges Gewitter mit Sturm in halb Hessen, doch bei uns zog es in nur wenigen 100m (!) neben uns vorbei. Was ein großes Glück, wir wurden verschont. Nur der Wind hob ein paar Markisen aus den Angeln.
3. Fahrzeuge.
Auffällig waren in diesem Jahr mehrere Fahrzeuge: Auf T4 Basis gab es mehrere „Karmänner“ zu sehen und auch T4 Alkoven-Robel-Camper waren vor Ort.
Außerdem gab es einen skurrilen T3, der um rund einen Meter verlängert wurde: „Camper Karl“ in Blau hat eine weitere E-Säule (nein, keine Stromsäule) und ein Westfalia Hochdach, welches aber erst nach einem Meter Buslänge beginnt. Um den abzubilden braucht man schon fast den Panoramamodus der Kamera.
Immer wieder schön zu sehen, wenn abseits der bekannten Camper, wie Westfalia, auch seltene Ausbauten der damaligen Konkurrenz zu sehen sind. Diesmal waren es u. a. Terra, Tischer und La Strada.
Auffällig häufig stehen seit Beginn an ganz friedlich T1- oder T2 Busse neben ganz modernen. Das machte schon immer einen gewissen Reiz bei diesem Treffen aus. Neuere Busse (vor allem ab T5) waren hier seit jeher mehr akzeptiert als auf anderen Treffen, wobei sich dies mittlerweile endlich treffenübergreifend verändert (verbessert!) hat.
4. Händlermeile.
Es gab auch in diesem Jahr wieder eine kleine und feine Händlermeile mit sehr vielen Devotionalien zum Thema Bus, Solarnachrüstmöglichkeiten, Sitzheizungen usw. Alleine die Modellautos zum Thema Bus/VW nahmen in Regalen mehrere Quadratmeter ein. Knaus stellte des Weiteren einen T6.1 Camperausbau vor. Die Firma Polyroof -spezialisiert auf feste Hochdächer für T3 bis T6.1- zeigte sich mit mehreren Bussen vor Ort. Ein „Eismann“ versüßte zudem das Shoppen.
5. Resümee.
2011 fand das erste Treffen statt, nun ist es, so schien es zuerst, in der bisherigen Form vorbei. Das Treffen hatte schon immer etwas ganz Besonderes: Etwas Familiäres, etwas Integrierendes und etwas Uriges, und das in einer wunderbaren Landschaft, die viel bot. Das Treffen war nicht zu groß, es war nicht zu klein. Es passte irgendwie.
Herzlichen Dank an alle bisherigen Organisatoren für Ihre Arbeit und Ihre Mühe!
6. Die gute und mutmachende Nachricht zum Schluss.
Aus dem bisherigen Verein der Organisatoren haben sich ganz aktuell ein paar Personen bereit erklärt, den Staffelstab für das Treffen zu übernehmen! Dabei haben sie die volle Unterstützung der bisherigen Organisatoren. Ziel ist, den Charakter und den Spirit dieses besonderen Bullitreffens auch zukünftig zu erhalten.
Der Veranstalter der zukünftigen Bulli-Days ist und bleibt somit der Verein Bustreffen e.V. Die „Neuen“ sind entweder schon lange Vereinsmitglieder, gehören schon lange dem Orgateam an, oder stammen aus dem engsten Freundeskreis der bisherigen Macher. Nur dieser Umstand hat den Vorstand dazu bewogen, sich auf ein „Reloaded“, also eine Art Bulli Days 2.0, einzulassen, da nur so sichergestellt ist, dass die tolle Tradition aufrechterhalten wird.
Diese Entwicklung war nicht zu erwarten, doch der hohe Zuspruch der Teilnehmer/Besucher hat derart motiviert, dass aus der Final Edition quasi eine bisherige First Edition wurde und eine Second Edition sich dem zukünftig anschließen könnte. Initiator dieser Entwicklung ist der Carsten, der bereits seit vielen Jahren die kultige Bulli-Bar stellt und dies auch weiterhin tun wird.
Na, wenn das nicht mal gute Nachrichten sind. So wird es vermutlich auch im kommenden Jahr heißen können: Auf zum Edersee!
Bulli-Days 2023.
Bulli Days ohne Regen? Undenkbar!
Auch in diesem Jahr wechselten sich bei dem Bulli-Days-Bullitreffen am Edersee auf dem Campingplatz Teichmann die heiße Sommersonne und der Regen ab. Der entstandene Schlamm erinnerte eher an Woodstock 2.0☺️. Da wächst teilweise kein Gras mehr. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, auch wenn bei allen Leuten die unteren 50cm eher schlammig waren.
Als vor einiger Zeit der Kartenverkauf startete, waren sämtliche rund 350 Tickets in wenigen Stunden vergriffen. Die Bulli Days sind beliebt, und die Veranstaltung lief ganz normal wie früher. Corona spielt keine Rolle mehr. Wunderbar!
Die Organisatoren haben wieder alles gegeben: Händlermeile, Bierstand, Kinderanimation, gute Livemusik und einen leckeren Imbiss sowie einen wirklich leckeren Eiskaffeeplätzchengutelaunestand.
Sehr gelungen fand ich die dunkelrote Bulli Days Tasse mit passendem Text (2021 bist 2023) Ihr wisst schon warum), siehe Bild.
Das Treffen ist ja bekanntlich im Jahr 2010 aus der T4-Szene hervorgegangen. Deswegen ist das ein Treffen, auf dem es -sozusagen historisch gewachsen- relativ viele „neue“ Busse zu entdecken gibt. Zumindest mehr als auf vielen anderen Treffen. Und so war es möglich, sämtliche Generationen und Faceliftversionen in ausreichend großer Zahl sehen zu können. Wenn jemand geplant hat, sich mal einen Überblick über sämtliche Bulli-Varianten verschaffen zu wollen, war er hier genau richtig. Auf dem Gelände standen aber auch verstreut recht viele "normale" Wohnmobile, die das "Bullibild" etwas unterbrachen.
Es war wie immer schön! Dann bis zum nächsten Jahr!
Bulli-Days 2022.
Endlich wieder Bulli-Days!
Nach zwei Jahren Pause fand es endlich wieder statt: Das Bulli-Days-Bullitreffen am Edersee auf dem Campingplatz Teichmann! Eigentlich war geplant, im Jahre 2020 das Zehnjährige zu feiern, doch aus bekannten Gründen hat es 2020 und leider auch 2021 nicht stattfinden können. Nun wurde es nachgeholt und so lautete das abgewandelte passende Motto: Bulli-Days 2020.2.
Wie immer war das Treffen ausverkauft. Rund 350 Busse, ein paar mit mehr oder weniger langen Caravans dahinter, bevölkerten den Platz. Jedoch mussten aufgrund der Corona Pandemie einige Bulli-Fahrerinnen und Fahrer kurzfristig absagen. Das Virus grassiert gerade sehr.
Die Mischung aus Fan-Treffen, Teilemarkt, Firmendarbietungen, kulinarischen Angeboten sowie der abendlichen Live-Musik macht das Treffen schon ziemlich einzigartig.
Das Treffen ist ja bekanntlich im Jahr 2010 aus der T4-Szene hervorgegangen. Deswegen ist das ein Treffen, auf dem es -sozusagen historisch gewachsen- relativ viele „neue“ Busse zu bewundern gibt (Der Motor zieht meist von vorne: T4, T5, T6, T6.1). Aber in diesem Jahr wurde es stark ergänzt durch die ältere Fraktion mit T1, T2 und T3 (der Motor schiebt eher von hinten). Und so war es wirklich möglich, sämtliche Generationen und Faceliftversionen in ausreichend großer Zahl sehen zu können. Wenn jemand geplant hat, sich mal einen Überblick über sämtliche Bulli-Varianten verschaffen zu wollen, war er hier genau richtig. Als Tagesgast klappte das jedoch nicht, weil der Campingplatz dies aus Pandemiegründen untersagte.
Am Donnerstag und Freitag war das Wetter zudem echt gut. Leider wurde für den Samstag, also den Haupttag, richtig viel Regen vorhergesagt. Da abends eine Live-Band auftreten wollte, schaute man doch öfter mal bange zum Himmel. Die Wetter Apps machten ebenfalls keinen Mut. Doch dann gab es lediglich einen heftigen Schauer am Samstagnachmittag und danach war der Spuk vorbei. Und so konnte das abendliche Programm bestens durchstarten.
Die Mickey Meinert Band begeisterte und mehrere Zugaben wurden gespielt; bis die Anwohnerinnen und Anwohner des ca. einen Kilometer entfernten Dorfes öfter mal telefonisch mitteilten, dass die Musik bis dorthin zu hören war. Schön, wenn der Soundcheck auch mal von Unbeteiligten bestätigt wird. Nach zwei Jahren der absoluten Ruhe scheint es noch nicht wieder alltäglich, möglich und üblich zu sein, mal abends etwas Musik spielen zu können.
Am Sonntag war dann der übliche Aufbruch und man konnte vorab im Trockenen abbauen. Herrlich. Da bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, wann man sich für das nächste Jahr wieder anmelden kann-) Bis dahin verbleibe ich mit einem herzlichen Dankeschön an alle Organisatoren, die sich zum Teil extra eine Woche für die Orga frei nehmen!
Bulli-Days 2021.
Bulli-Days 2020.
Bulli-Days 2019.
Bulli-Days 2017.
In diesem Jahr nur wenige Bilder.
Bulli-Days 2016.
Luftaufnahme: Bildquelle unbekannt.
Bulli-Days 2015.
Kleines Jubiläum am Edersee: Zum 5. Mal gab es dort die Bulli-Days, diesmal mit 320 angemeldeten Kulturgütern nebst Spontan-Besuchern, zu denen auch wir gehörten.
Bis auf zwei kurze Schauer war das Wetter diesmal richtig gut. Die Sonne schien an allen drei Tagen und es machte richtig Spaß, die Bullis zu besichtigen.
Die Organisation des Treffens war sehr gut und mit viel Engagement und Liebe durch die sympathischen Veranstalter bewerkstelligt worden. Bei den Bullifahrern scheint die Identifikation mit diesem Treffen besonders groß zu sein, denn man sieht auf vielen Bussen die Aufkleber zu den Treffen der letzten Jahre (inklusive Hinweise auf das Treffen 2016, welches leider terminlich mit dem Maikäfertreffen in Hannover zusammen fällt).
Mehrere Busausbauer stellten zudem ihre Fahrzeuge vor. Dazu gehörten Polyroof, Multicamper, SpaceCamper, Reimo, Terranger und bettmobil. VW Classic Parts war ebenso vertreten. dipa hatte leider kurz vorher abgesagt, was sehr schade war, denn wir hätten diesen praktischen Ausbau gerne mal live gesehen.
Im Rahmen eines solchen Treffens macht es viel Spaß, die Ausbauten in Ruhe den ganzen Tag zu inspizieren. So etwas klappt auf einer Messe ja nie so richtig. Begeistert hat uns der neue T5-Ausbau von Multicamper mit einem von außen zugänglichen Kühlschrank, einer Toilette und einer tollen Verarbeitung beim Möbelbau und beim Dachzelt. Ebenso gefiel uns sehr bei Polyroof die T5-Zweifarbenlackierung und das Hochdach mit dem großen Panoramafenster.
Während die Liveband pausierte, wurden einige Preise verlost. Und so kam es, dass Brigitte und Winfried den Hauptpreis gewannen: Ein Outdoor-Überzug für ihren Bus von der Firma Softgarage. Da sie allerdings einen T4 Dehler Optima 5.4 fahren, muss die Firma nunmehr einen speziellen und sehr grooooooßen Überzug nähen.
Der Teilemarkt brachte einiges an Auswahl für die T3- und T4-Fahrer, und dank leckerem Kuchen, Suppen und einer Gulaschkanone sowie der originalen VW-Currywurst nebst Pommes, fuhren wir zufrieden und satt am Sonntag wieder nach Hause.
Bulli-Days 2012.
Regen, Regen, Regen. Aber ein tolles Programm und viele schöne Bullis, insbesondere viele Atlantics, denn die IG Atlantic kam am Samstagnachmittag kurz vorbei.
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