Klimaanlage als zusätzlicher Einbau in meinen T3 Whitestar Multivan.

Seit über zehn Jahren fahre ich diverse T3 und je älter ich werde, um so weniger vertrage ich die große Hitze in so einem Bus. Mein Hund leidet ebenfalls unter den immer heißer werdenden Sommern hier in Deutschland und Europa. Deshalb soll es jetzt tatsächlich passieren! Ich will eine Klimaanlage in meinem T3 haben! Doch wie soll das gehen? Welche Varianten gibt es dabei? Ich hab dann die Sachlage mal recherchiert. Hier der chronologische Werdegang zu meinem Ansinnen....

 

(ganz unten dann noch ein alternativer Lösungsansatz von Peter Mayer, der sich dem Thema ebenfalls widmete)


07.05.2020

Ausgangsüberlegungen: 

Die Problematik/Herausforderung (auch in Beiträgen in den diversen Foren erkennbar):  

  • Originale Klimaanlage mit Dachlüftung/Ausströmern ist nur zum Teil bei VW Classic Parts zu sehr hohen Preisen noch zu bekommen und wegen meines Sonnendachs auch nicht unter dem Dach nutzbar.
  • Die Diavia-Anlage mit Ausströmern im Armaturenbrett ist sehr selten und schwer zu bekommen.
  • Nachrüstklimaanlagen kommen aus Amerika oder China (mit entsprechend hohen Versandkosten). An Letzteren traut sich kaum einer ran und bisher sah ich keinen einzigen passenden Erfahrungsbericht. Dies will ich jetzt ändern. Ich zieh das jetzt durch. 

Gedanken vorab: 

  1. Eine Klimaanlage ist im Grunde ein autarkes System. Es ist lediglich beim Thema Kompressor mit dem Bus so wirklich verbunden. Zu beachten: Der Kompressor muss passen und ein entsprechender Halter muss gebaut werden. Der Kondensator und dazu passende Lüfter sollen wie bei der Diavia-Anlage unter den Bus verbaut werden.
  2. Das Armaturenbrett will ich dafür nicht ausbauen, wenn möglich.
  3. Auf das Handschuhfach kann ich verzichten, wenn es sein muss.
  4. Ein früherer Einbauexperte aus Kassel ist nicht mehr erreichbar. Eine andere Lösung muss her.
  5. Eine Staukasten-Klimaanlage mit 230 Volt-Versorgung und ggf. notwendiger zweiter Lichtmaschine kam für mich nicht in Betracht.

Hier nun meine denkbaren Alternativen/Möglichkeiten:

 

A) Ich finde eine Diavia Anlage für das Armaturenbrett.

Vorteile: Formteil passt super ins Armaturenbrett. Vom Fahrraum einbaubar.

Nachteile: Technik alt, man muss viele Teile erneuern / kaum mehr zu bekommen / Handschuhfach entfällt. 

 

B) Nachrüst-Klimaanlage aus Amerika von coldmasterinc bei Ebay oder aus China von GCfix über AliExpress mit Verdampfer, Ausströmer und Schaltern in EINEM Gerät.

Vorteile: Alles neu / bezahlbar / viele zufriedene Kunden*innen, z. B. bei den Anbietern bei Ebay usw. 

Nachteile: Garantiefälle nur schwer umzusetzen, da weit entfernt / Qualität nicht exakt abschätzbar / optisch klar als Nachrüstlösung zu erkennen / Handschuhfach entfällt / hohe Versandkosten. 

 

Beispiel 1: AliExpress Angebot von GCfix.

Beispiel 2: Ebay Angebot von coldmasterinc

Beispiel 3: Vintage Air (mit vielen Universalkomonenten)

 

C) Nachrüstklimaanlage aus Amerika von coldmasterinc bei Ebay oder China von GCfix über AliExpress mit SEPARATEM Verdampfer (für den Armaturenbrettbereich) und SEPARATEN Ausströmen.

Mithilfe von Schläuchen werden diese mit Verdampfer verbunden. Dafür werden neben dem Radio Öffnungen gebohrt, um die Ausströmer einzubauen.

Vorteile: Alles neu / bezahlbar / viele zufriedene Kunden*innen bei Internetanbietern (z. B. Bei Ebay oder anderen) / optisch gute Lösung.

Nachteile: Garantiefälle nur schwer umzusetzen, da Teile von anderen Kontinenten kommen / Qualität nicht exakt abschätzbar / erhöhter Einbauaufwand / Armaturenbrett wird angepasst / Handschuhfach entfällt / hohe Versandkosten. 

 

Beispiel für Luftausströmer (wenn man die originalen T3-Ausströmer nicht mehr bekommen sollte): Ebay Angebot von coldmasterinc.

Dazu ein passender Verdampfer: Ebay Angebot von coldmasterinc.

Und dazu natürlich die weiteren fehlenden Teile kaufen.

 

Oder diese Lösung: Von Smallcar (passgenau für das Armaturenbrett)

 

D) Eine Klimaanlage aus einem anderen älteren VW, z. B. Golf 3 oder 4 oder aus einem Passat aus der Zeit.

Vorteile: Leichter zu bekommen.

Nachteile: Technik alt / muss z. T. angepasst werden / Teile ggf. defekt und zu ersetzen / erhöhter Einbauaufwand / Handschuhfach entfällt / Formteil innen passt nicht ad hoc.

 

E) Einzelteile bei deutschen Firmen neu kaufen und zusammenbauen/verbinden mit SEPARATEM Verdampfer und Ausströmern.

Vorteile: Alles neu / Reklamationen leicht machbar.

Nachteile: Wahrscheinlich teurer / erhöhter Einbauaufwand / Handschuhfach entfällt / Unklar, ob man alles auch einzeln erhält. 


21.05.2021

Meine erhaltenen Antworten auf meine Fragen nach Recherche in diversen Foren und durch Gespräche mit Werkstätten:

Lösungen D und E kommen nicht in Betracht. Gründe: Klimas aus anderen alten VW Fahrzeugen haben keine passenden Formteile für das Armaturenbrett und die Technik ist alt und muss, wenn möglich ersetzt werden.

 

Einzelteile in neuem Zustand zusammen kaufen klappt auch nicht, weil es keine (von mir gefundenen) Anbieter gibt, die dies alles (einzeln oder komplett) anbieten. Am ehesten findest du noch eine Trocknerflasche (wenn sie denn von den Anschlüssen her passt), einen passenden Kompressor oder ggf. auch einen Kondensator. Aber die anderen Teile sind einzeln schwer zu bekommen. Ein passendes Formteil für das Armaturenbrett gibt es nirgendwo, es sei denn, ich finde eine Diavia-Klimaanlage.

 

Schon schade, dass in Deutschland immer ein großes Geheimnis um das Thema Klimaanlage gemacht wird. In Amerika ist es gar kein Problem, Teile zu kaufen und eine Werkstatt zu finden, die auch den Einbau macht.



22.05.2021

Entscheidung für....Diavia!

Bleiben die Lösungen A, B und C. A ist meine Nummer eins. Wenn das nicht klappt, werde ich im Ausland etwas Universelles suchen. 


31.05.2021

Wer suchet, der findet.

Anschließend gab ich eine Suchanfrage bei Ebay Kleinanzeigen auf. Schon ein paar wenige Tage später meldete sich jemand, der genau diese Diavia-Anlage in seinem T3 Westfalia Joker (!) verbaut hat und sie nicht benötigt. Sein Bus stand 15 Jahre in Kairo in einer Tiefgarage und er fuhr seinen Bus danach auch schon wieder zehn Jahre. Niemals wurde die Klima verwendet. Ist das gut oder schlecht? Ich entscheide mich für "gut" und kaufe seine Anlage.


31.05.2021

Ausbau der Diavia-Klimaanlage aus dem Verkäufer-/Anbieter-T3:

Der Verkäufer baute die Klima aus seinem T3 Westfalia Joker aus und dokumentierte den Vorgang. Beim Abholen fotografierte ich ebenfalls noch einmal die Komponenten in Gänze. Die folgenden Bilder sind kommentiert (Bildquelle: Verkäufer des Busses Frank S.).

Alle Komponenten sind hier auf den Boden platziert. Von vorne nach hinten.

Wo ist eigentlich der Füll-Zugang für das Klimamittel? Ach ja, hier, am Kompressor, seitlich. Statt R12 wird jetzt jedoch R134a eingefüllt. Mehr dazu später, weiter unten beim Einbau.


22.06.2021-Mitte Juli 2021

Einbau der Diavia-Klimaanlage in meinen T3.

Und jetzt das gleiche Spiel, nur umgekehrt. Es folgt der Einbau in meinen T3. Meine Werkstatt gibt dabei mal wieder alles. Bin dort mittlerweile seit 30 Jahren Kunde.

Hier die Daten, falls du ebenfalls Interesse an so etwas hast (akzeptiert werden aber nur nette Menschen☺️): KFZ Kasi, Georg Kazimirowicz, Mengeder Str. 43 b, 44536 Lünen, Telefon: 0231/877353).

 

Auch diesen Einbau lass ich hier durchführen, denn Georg und sein Kollege Dominic haben bereits mehrere T3 komplett restauriert und auch eine Diavia-Klimaanlage eingebaut. Hilfreich ist übrigens auch, dass sie das Kältemittel selbst einfüllen können.

 

Die folgenden Fotos sind jeweils kommentiert (Bildquelle: Dominic Schauf).


Vorne rechts wird die Trocknerflasche platziert. Da es keine neue passende Flasche gab, versuchen wir uns an eine Weiternutzung der alten Flasche.

 

 

 

Gut: Das Trockenmittel in der Trocknerflasche kann sich regenerieren, wenn man die Anlage einige Stunden trocknen lässt. Wenn man sie zusätzlich 12 Stunden vakuumvisiert, unterstützt dies den Prozess. In der Trocknerflasche befindet sich jedoch ein Filter. Um ihn zu reinigen, muss man öfter Durch- bzw. Rückspülen (Danke misty aus dem Forum😃).

Auch wenn die Klimaanlage komplett autark als eigenes System im Bus arbeitet, hat sie zwei Kontakte zum restlichen Bus-System: Das ist einerseits der Kompressor im Motorraum und andererseits der Anschluss an den Stromzugang. Auch er muss natürlich sauber umgesetzt werden, um die Klimaanlage ein- und auszusschalten zu können.

 

 

 

Ein weiterer Blick auf die Stromkabel.

Das Formteil mit Verdampfer ist bereits eingebaut. Ich hoffe, dass der Automatik-Wählhebel noch auf P gestellt werden kann. Es geht hier um Millimeter.

Welch ein toller Anblick: Drei mittlere Luftausströmer für kalte Luft😍.

 

Ganz rechts und ganz links (auf Höhe des Radios) sind ja normale VW Lüftungsdüsen verbaut. Diese sollen bei der Diavia-Anlage eigentlich ins Kühlsystem hinzugefügt werden. Also alte Schläuche entfernen und neue montieren. Darauf verzichte ich, weil die kühle Luftmenge dadurch nicht steigt, nur die Austrittsöffnungen sind vermehrt vorhanden. Darauf verzichte ich. Drei kühle Ausströmer in der Mitte reichen für einen potenziellen Beifahrer, Hund und mich☺️.

 

So sieht es jetzt gerade im Beifahrer-Fußraum aus. Der Verdampfer und das Formteil hängen schon. Das Kondenswasser kann durch den abgebildeten Schlauch nach außen geführt werden. Draußen tropft es dann mächtig ab. Ein Test zeigte, dass es in den Beifahrerfußraum tropft. Musste also (besser) abgedichtet werden. Beobachte ich weiter.

Ob man da unten noch eine kleine Ablage montieren kann, die ein wenig das fehlende Handschuhfach ersetzt?

Klimaanlage wird gefüllt. Erster Test: Sie funktioniert! 🤩

Wollen wir hoffen, dass dies so bleibt und kein einmaliges Ereignis war.

 

Manche sagen, dass die ganzen Schläuche dem erhöhten Druck des Kühlmittels R134 nicht standhalten und schon nach wenigen Wochen undicht werden. Andere wiederum fahren schon seit langer Zeit in dieser Kombination herum. Ich bin gespannt, wie es laufen wird.

Statt R12 wird jetzt R134a eingefüllt. Dafür mussten die schwarzen, alten Dichtungen im Schlauchsystem durch neue grüne ersetzt werden. Das hat überall geklappt, jedoch nicht am Kondensator, weil dort der eingepresste, angerostete Schlauch so fest am Kondensator hing, dass wir das erst einmal so gelassen haben.

 

Eine grüne zusätzliche Flüssigkeit wird ebenfalls in das System eingegeben, so dass später ggf. auftretende Undichtigkeiten leichter gefunden werden können. Dies wird dann per UV-Licht erkennbar sein.

Blick auf den Kompressor. Er dreht ganz fleißig. Aktuell alles gut. Das Öl im Kompressor wurde erneut. In ein paar Tagen wissen wir, ob das System dauerhaft hält. Bis dato wurde das System dreimal gereinigt und anschließend gefüllt.

 

Der Kompressor dreht sich übrigens über die Riemenscheibe immer mit. Mithilfe eines Magnetschalters erhält er dann "auf Knopfdruck" den Befehl, den Kühlprozess zu starten.


05.07.2021

Erstmal fertig!

Die Klimaanlage ist eingebaut und sie funktioniert! Sie bringt eine Kälte in den Bus, unglaublich. Viel stärker als im T6. Bin gespannt, ob das so bleibt und wann das Kühlmittel ggf. erneuert werden müsste. Aber erst einmal freue ich mich an der kühlen Luft. Und mein Hund Benny auch😃.

 

Fortsetzung folgt, wenn es etwas Neues zu berichten gibt.


 

 

Man kann übrigens auch einen etwas anderen Weg zur eigenen Klimaanlage im T3 gehen. Peter Mayer ist diesen Weg gegangen. Dazu schrieb er seinerzeit (Auszug):

Eine Klimaanlage einzubauen hab ich schon vor vielen Jahren angedacht. Ich hab einen CALIFORNIA, da gab es eine originale Klimaanlage anstelle des Staukasten im Heck. Sowas hätte ich bekommen können. Aber ich wollte den Staukasten nicht opfern und dass die kühle Luft von hinten so langsam nach vorne kommt, hat mich nicht so überzeugt.

Also eine "Bastellösung" ähnlich der DIAVIA sollte es werden. Habe in der Nähe von München einen Klimabetrieb gefunden, der früher Nachrüstklimaanlagen verbaut hat. Und der bereit ist, so eine Bastellösung mit mir zusammen zu machen. Als erstes hab ich von ihm einen Verdampfer mit Ventilatoren bekommen, der unters Armaturenbrett passt.  Ist eine FRIGETTE, gebraucht und wird auch nicht mehr hergestellt!

 

Nachdem ich einen TDI-Umbau habe, ist der Klimakompressor grundsätzlich kein Problem. Ich musste die Riemenscheibe von der Wasserpumpe wechseln, dann neuen Keilriemen und neuen Rippenriemen. Dann war die Sache OK. Original wie im Golf 3 TDI. Die Anschlüsse braucht man vom Golf! Aber natürlich passt der Abgang nicht für den T3 Einbau. Die passenden Anschlussrohre gibt es noch bei VW (jedenfalls eines davon) und das andere bei Classic Parts. Der Preis ist aber extrem. Ca. 300 EUR pro Stück. Und dann muss man den Anschluss absägen um vom Klimafritzen neu verpressen lassen!! Besser man bekommt was Gebrauchtes vom Golf 3 TDI. Aber auch nicht so einfach musste ich feststellen. Dann der Klimakondensator: Da hat mir mein Klimafachmann was Passendes rausgesucht. Ähnlich wie bei der DIAVIA ein Kondensator mit 2 Lüftern.

Nachdem beim California am Originalplatz des DIAVIA-Kondensators der Gastank befestigt ist, braucht es neue Ideen.

Ein Vorschlag vom Klimafachman war hinten in der Mitte vor dem Getriebe. Da ist genug Platz.

 

Eine weiter Idee von mir war, die Diesel Heizung (rechte Seite) um ca. 20 cm nach hinten zu versetzen. Dann würde der Kondensator davor passen. Ist aber schon nicht so einfach. Man muss die Befestigungsschrauben für die Heizung (die durch den Boden gehen) neu platzierenFür die vorderen kein Problem, aber hinten müsste man sie unter der Schlafbank neu verbauen. Nicht so toll. Oder nur um 15cm versetzen, dann bleibt man vor der Schlafbank. Dann wird es sehr eng mit dem Kondensator. Die Klimaschläuche müssen ja auch noch dran. Ich habs mir unten genau angesehen, eine andere Variante die Heizung zu versetzen sehe ich nicht. Einfach von unten die Löcher bohren und dicke Blechschrauben eindrehen ist nicht so mein Ding. Dann wollte ich den Reservereifen opfern und den Kondensator vorne einbauen. Also den Deckel für den Reservereifen etwas aufschneiden und mit Winkeln den Kondensator befestigen. Der Platz ist schon ganz gut. Man muss nur dafür sorgen, dass die warme Luft vom Kühler nicht in den Kondensator bläst. Also ein Abschirmblech darüber sollte helfen. 

 

Was mir da nicht so gut gefällt, man muss ja auch mal an die Schaltung ran. Dann müsste man den Deckel mit dem Kondensator abklappen können. Die Klimaschläuche müssten dann entsprechend verlegt sein um das zu ermöglichen. Auch nicht so der Hit. Und dann habe ich erfahren, dass der Reservereifen (angeblich) auch als Ergänzung vom Aufprallschutz zu sehen ist. Und ohne Reservereifen (angeblich) die Zulassung verliert. Aktuell denke ich an rechts vorne hinter dem Spoiler. Würde gerade noch gehen. Der Kondensator ist 60cm lang. Hupe dann auf die andere Seite legen.

Warum den Kondensator, wie original bei der T3 Klimaanlge nicht vor dem Kühler?

 

Meine Überlegung: Nachdem da schon der Kühler vom WLLK sitzt möchte ich nicht noch zusätzlich den Kühler abschirmen/belasten. Beim Betrieb der Klimaanlage wird dem Motor sowieso ordentlich warm, da sollte der Kühler noch genügend Luft bekommen. Dass diese Variante der Klimatisierung nicht mit einer "normalen" Anlage vergleichbar ist, bzw. vergleichbare Leistung bringt, ist klar. Mir kommt es darauf an, wenigstens eine merkbare Reduzierung der Temperatur im Innenraum zu bekommen. Es muss nicht auf 20 Grad runter gehen, wenn Außen 35 Grad angesagt sind. Wie bei der DIAVIA wird die kalte Luft unabhängig vom Gebläsekasten verteilt. Erst wollte ich die kalte Luft in den Heizungskasten einspeisen. Aber dazu ist dann Umluft erforderlich, sonst kommt die heiße Luft von aussen dazu. Es gibt da einige Amerikaner die sowas realisiert haben. Jedoch mit permanenter Verriegelung der Aussenluft. Das kann auch nicht der Sinn der Sache sein. Ich wollte ein Klappe hinter dem "Fliegengitter" installieren. Von innen zu betätigen. Ist nicht ganz simpel. Hab ich erst mal verworfen.

 

Mein Klimafachmann meint ich sollte in jedem Fall unabhängig vom Heizungs-/Gebläsekasten eine Verteilung der kalten Luft realisieren. Das wäre effektiver. Also ähnlich der DIAVIA. ABER, das sind einige Hürden zu nehmen. Unterm Armaturenbrett ist der Platz nicht üppig für zusätzliche Schläuche. Wie man auf dem einen Bild sehen kann, gehen die Öffnungen vom Verdampfer nach oben ab. Ein Schlauch (dicke Version) geht zum Aschenbecher. Der wird entfernt, dort gibt es dann 2 Ausströmer die man beliebig einstellen kann. Radio bleibt gerade noch erhalten. Die anderen Ausströmer gehen zu den Düsen die die Frontscheibe" belüften". Da hab ich herausgefunden, wenn man die Düsen für die Frontscheibe schließt (oberster Hebel), dann kann man über die Schläuche zu diesen Düsen die kalte Luft verteilen. Diese Düsen sind dann in Richtung Gebläsekasten geschlossen. Also speise ich die kalte Luft mit einem T-Stück in diese Schläuch ein.

Das geht auf der rechten Seite noch ganz gut. Links wird es etwas eng. Die bessere Variante ist, ein zusätzliche Loch in den linken Ausströmer bohren und dort den Schlauch für die linke Seite anschließen. Hier ein paar Fotos davon (Quelle: Peter Mayer):

Resümee: Lösung funktioniert perfekt.  Bedenken wegen wenig Luft oder heißer Luft vom Kühler braucht man nicht zu haben. Durch den Umbau auf TDI war der Kompressor kein Problem, denn den gab es ja im Golf 3. Nur die Klimaleitungen im Motor waren nicht so einfach zu beschaffen. Hab dann Gebrauchtteile gefunden. Die Klimaschläuche hat mir denn mein Klimafachmann konfektioniert und eingebaut. Ebenso die Elektrik. Die hatte ich von einer DIAVIA Nachrüstklimaanlage für den Golf 3. War aber nur ein Teil zu verwenden.  Also Relais und enige Verkabelung. Bei der Frigette (Verdampfer) war auch die Regelung dabei. Also Ventilator 3 Stufen und Temperaturregelung.  Nahezu eine Klimatronic mit der Temperatursteuerung. Kompressor wird dann ein- und ausgeschaltet. 

 

Die kalte Luft geht jetzt fast senkrecht nach oben und die Sonnenblenden kippe ich leicht herunter. So hat sich die kalte Luft gleichmäßig verteilt ohne direktes Anblasen. Nachdem der Kompressor neu war und der Unterflur-Verdampfer ebenfalls, war die Kälteleistung einfach super. Meist sind wir mit mittlerer Lüfterleistung und mittlerer Temperatureinstellung prima gefahren. Peter Mayer.